Beschreibung
Geleitwort
Liebe Leserinnen und Leser des Rügen-Jahrbuchs 2027,
es ist wieder Pfingsten. Die Sonne scheint und die Insel erstrahlt im leuchtenden Gelb der Rapsschläge. Im Garten blühen Glyzinie und Strauch-Päonie, Akelei und Vergissmeinnicht in farbiger Pracht. Das noch frische Laub der Bäume erscheint in mannigfachen Grüntönen, dazu im Kontrast das dunkle Braunrot von Blutbuche und Bluthasel. Im Putbuser Park ist Picknick im Park mit Musik angesagt, Museen und Ateliers der Insel laden zu Kunst offen ein, Hotels und Ferienhäuser sind gut gefüllt, auf Baumkronenpfad und Skywalk herrscht reger Besucherverkehr. Ausnahmsweise donnern mal keine Kampfflugzeuge durch den Inselhimmel. Man könnte meinen, Rügen sei heile Welt. Es ist Pfingsten, Fest zur Erinnerung an die Ausschüttung des Heiligen Geistes. Doch der Heilige Geist scheint entschwunden, ein Pfingstwunder ist bisher ausgeblieben. Es brennt an vielen Orten dieser Welt. Sie gleicht weiterhin einem Narrenschiff und scheint von allen guten Geistern verlassen zu sein. Aber es bleibt die Hoffnung, dass sich Vernunft durchsetzen werde; es bleibt Hoffnung auf eine friedliche Welt.
Mit dem RUGIA Rügen-Jahrbuch wollen wir einen, wenngleich sehr bescheidenen Beitrag dazu leisten. Mit dem Jahrbuch 2027 halten Sie, liebe Leserinnen und Leser, die 34. Ausgabe in Folge in Ihren Händen. Ich freue mich, dass Dr. Frank Biederstaedt mit dieser Ausgabe die Redaktion übernommen hat. Mit den Kalenderblättern wollen wir auf die „Museen als Gedächtnis der Insel“ aufmerksam machen und die engagierte Arbeit der haupt- und ehrenamtlichen Museologen würdigen. Sie bewahren kulturelles Erbe und bereichern das kulturelle Angebot mit Dauer- und Sonderausstellungen und Veranstaltungen. Doch trotz dieser engagiert und liebevoll betreuten Museen und musealen Einrichtungen fehlt ein „Rügen-Museum“, das die überregional bedeutenden Besonderheiten der Insel Rügen zum Gegenstand hat und die vorhandenen Einrichtungen zu einem Gesamtauftritt Rügener Museen vernetzt. Die Feststellung „Rügen braucht ein Rügen-Museum“ (siehe RUGIA Rügen-Jahrbuch 2022) ist nach wie vor aktuell.
Ich danke den Autorinnen und Autoren für ihre Beiträge und wünsche Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, Erkenntnisgewinne und Freude bei der Lektüre.
Hans D. Knapp
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