Malerlexikon – K: Kanoldt, Alexander


Kanoldt, Alexander geb. 29.9.1881 Karlsruhe gest. 24.1.1939 Berlin
Maler und Lithograph. Sohn des Malers Edmund Friedrich KANOLDT* bei dem er seine erste Ausbildung erhielt. 1899-1901 besuchte der die Kunstgewerbeschule in Karlsruhe. 1901 und 1902 Italienreisen. 1901 trat er in die Zeichenklasse von Ernst SCHURTH an der Karlsruher Akademie ein und wurde 1904 Schüler von Friedr. FEHR. Er verließ diese akademische Abkunft und ging als Autodidakt nach München und wurde dort 1908 die treibende Kraft und Sekretär der jungexpressionistischen Bewegung mit dem Namen „Neue Künstlervereinigung München“. Im Jahre 1911 zersprang der Verband über der Frage von KANDINSKIJs geforderter Gegenstandslosigkeit. KANOLDT war ein Gegner dieser Programmatik und so löst sich die Vereinigung 1912 auf. Er fand 1913 neuen Anschluss bei der Münchner neuen Sezession. Wegen der Programmlosigkeit schied er 1920 wieder aus und arbeitete seit dem isoliert nur mit Verbindungen zu Karl MENSE und Georg SCHRIMPF. Er reiste 1914 nach Italien, Dalmatien, Südtirol, London und Paris. 1914-1918 Kriegsteilnehmer. 1924 folgt er einem Ruf an die Kasseler Akademie, er findet keine Wohnung und geht nach München zurück. 1925-1931 wird er als Professor an die Breslauer Akademie berufen. 1932 siedelt er nach Berlin über und wird 1933-1936 Direktor der Staatlichen Kunstschule Berlin-Schöneberg. 1936 wird er Mitglied der Preußischen Akademie der Künste. Obwohl er bereits 1932 in die NSDAP eintrat wurden 1937 seine Werke beschlagnahmt und als „entartet“ verfemt. 1939 starb er an einer Herzerkrankung.
Rügenaufenthalt: 1920, 1927
Rügenwerke: Hiddensee I, 1927, Lithographie auf Japan, 45,7×63, (Staatl. Kunsthalle Karlsruhe; Ostdeutsche Galerie Regensburg ?; Städtisches Museum Freiburg, Museum Neue Kunst;).- Hiddensee II, 1927, Lithographie auf Japan, 46,5×57,6 (Städtisches Museum Freiburg, Museum Neue Kunst; Museum Stralsund; Altonaer Museum Hamburg; Staatliche Kunsthalle Karlsruhe) (Katalog Sommergäste von Arp bis Werefkin, Klassische Moderne in Mecklenburg und Pommern, Ausstellung Schwerin 2011).- Hiddensee III, 1927, Lithographie auf Japan, 30,6×47,4 (Staatl. Kunsthalle Karlsruhe; Städtisches Museum Freiburg, Museum Neue Kunst).- Hiddensee IV, 1927, Lithographie 36,7×51 (29,8×45) (Städtisches Museum Freiburg, Museum Neue Kunst) (Katalog Sommergäste von Arp bis Werefkin, Klassische Moderne in Mecklenburg und Pommern, Ausstellung Schwerin 2011).
Ausstellungen: 16. Kunstausstellung Stralsundisches Museum, 1937 (Kat.).- Norddt. Katalog, 1977.- Stralsund-Katalog, 1958, 1968.- Neue Künstlervereinigung München 1909-1911.- Münchner Neue Sezession 1914-1920, 1924.- Ausstellung deutsche Kunst 1923 Darmstadt.- Wanderausst.- Ausstellung Deutschland im Ausland Zürich, Brünn, Moskau 1923.- Neue Sachlichkeit, Mannheim 1925
Bibliographie: ThB Bd. 19/20, 1999.- Rügen in der Landschaftsmalerei der Gegenwart, 16. Kunstausstellung Stralsundisches Museum, 1937.- Baade/Stock.- Ewe, Herbert: Das schöne Rügen, 1992.- Vogel/Lichtnau 1993.- OZ vom 30.10.2000.- Negendanck, Ruth: Hiddensee, 2005