Malerlexikon – D: Dill, Ludwig Karl Franz Wilhelm


Dill, Ludwig Karl Franz Wilhelm geb. 2.2.1848 Gernsbach/Baden gest. 31.3.1940 Karlsruhe
Landschafts- und Marinemaler. Nach Gymnasium 1867 freiwilliger Militärdienst in Karlsruhe. Erste Studien und Zeichnungen. Lernt dort einige Karlsruher Maler kennen. 1869 Studium der Architektur am Polytechnikum in Stuttgart wo er auch fleißig zeichnete und aquarellierte. Nach dem. dtsch.-franz. Krieg ging er 1872 an die Münchner Akademie und wurde Schüler von Carl RAAB, Otto SEITZ und PILOTY, lernte Gustav SCHÖNLEBER*, Hermann BAISCH* und Josef WENGLEIN kennen, schloß sich der Lierschule an mit engem Verhältnis zur Barbizonschule. 1874 bereiste er, um einen Auftrag auszuführen, Italien und Südfrankreich. 1875 Heirat, arbeitete in der Schweiz. 1878 schloss er sich SCHÖNLEBER* an, der in Venedig Studien machte. 1878-93 besuchte er immer wieder die Fischerinsel Chioggia bei Venedig, wurde von der zeichnerischen Darstellung BAISCHs* beeinflusst, besonders in der ersten Zeit als er sich der Marinemalerei widmete. 1880 Studienreise nach Holland und 1888 zusammen mit SCHÖNLEBER* nach Belgien. Anfang der 90-er Jahre findet die reine Natur und Landschaft ausschließlich Raum. 1892 wurde die Münchner Sezession gegründet, deren Präsident er bis 1899 war. Ab 1896 lebte dann in Dachau. 1893 wurde er Preisrichter der Weltausstellung in Chicago, 1900 in Paris. 1902 arrangierte er die Intern. Ausstellungen in Karlsruhe und 1907 in Mannheim. 1897 gründete er die Gruppe „Die Dachauer“, die mit F. v. UHDE und A. KÖNIG mit größtem Erfolg in Berlin ausstellte. 1899 wird er Professor an der Akademie in Karlsruhe wo er bis 1919 unterrichtete. 1909 heiratete er die Malerin Johanna MALBURG. 1912-14 mehrere Studienreisen nach Holland, Belgien und in die Bretagne.
Rügenaufenthalt: bisher nicht bekannt
Rügenwerke: Küste bei Granitz, o. J.(Museum Stralsund)
Ausstellungen: Stralsund Katalog, 1968.- Münchn. Int. KA 1879, 1883, 1884.- Münchn. Kunstverein 1884.- Münch. Jub. Ausst. 1888.- Münch. JA 1889.- Wien. JA 1880.- Wien. int. KA 1882.- Berl. ak. KA 1881, 1884, 1887.- Nürnberg. Bayr. Landes-Ausst. 1881, 1882.- Berl. Jub. Ausst. 1886.- Hamburger Frühj. Ausst. 1887.- Dresdner ak. KA 1884, 1889.-
Selbstzeugnisse: Nachlass Hans Rosenhagen (Autographen von Dill)
Bibliographie: ThB Bd. 9/10, 1999.- Boett. Bd. I/1, 1979.- Saur.- Das geistige Deutschland, 1898.-Jansa: Deutsche bild. Künstler in Wort und Bild, 1912.-