Malerlexikon – A: Arp, Hans


Arp, Hans (Jean; Hans Peter Wilhelm) geb. 16.9.1886 Straßburg gest. 7.6.1966 Basel
Maler, Graphiker, Zeichner, Bildhauer, Dichter.
Privater Malunterricht bei Georges RITLENG und Emile SCHNEIDER. 1904 Studium an der Kunstgewerbeschule in Straßburg, erste Reise nach Paris. 1905-1907 Studium an der Kunstschule in Weimar bei Ludwig von HOFMANN* und 1908 an der Acad. Julian Paris und i. d. Schweiz. 1909 Umzug nach Weggis (Schweiz). 1911 Mitbegründer der Künstlervereinigung „Moderner Bund“ in der Schweiz. 1912 in München Treffen mit KANDINSKY u. d. „Blauen Reiter“. 1914 kehrt er in die Schweiz zurück. 1915 Ausstellung in Zürich, wo er die Malerin Sophie TÄUBER kennen lernte und 1922 heiratete. 1916 Mitbegründer der Dada-Bewegung in Zürich. 1918/19 zieht er nach Köln, Freundschaft mit Max ERNST. Ab 1923 in Paris. Ausstellungen in Paris, Zürich, Basel, Lodz, New York, Stockholm, zahlreiche Buchillustrationen. Ab 1923 Zusammenarbeit mit Kurt SCHWITTERS. 1926 zieht er nach Meudon in Frankreich. 1931/32 Mitglied der Gruppe „Abstraction-Création“. 1940 werden seine Werke von den Nationalsozialisten als „entartet“ betrachtet und verboten, er flieht nach Grasse bei Nizza. 1941 zieht er nach Zürich und 1959 nach Locarno in die Schweiz. 1952-58 Reisen nach Griechenland, Mexiko und die USA, 1960 Reise nach Ägypten, Jordanien und Israel.
Rügenaufenthalt: 1923 in Sellin mit Hannah HÖCH und Kurt SCHWITTERS (nach Schwitters 1921, nach Höch 1923)
Rügenwerke: bisher nicht bekannt
Ausstellungen: Galerie Tanner Zürich 1915.- 1923 Gruppenausstellung der Surrealisten Paris.- unzählige folgen
Bibliographie: ThB 1/2,1999.- Saur.- Goes, Walter G.: Hans Arp, Dada-Rebell und doch der Stillsten einer, OZ vom 24.6.2000