Künstler der DDR – B: Behling, Heinz

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Behling, Heinz geb. 9.10.1920 Berlin gest. 5.6.2003 Berlin
Er war ein Grafiker und Karikaturist der DDR. Heinz Behling arbeitete nach dem Besuch der Volksschule von 1934 bis 1939 als Kinoreklamemaler und schuf in dieser Zeit auch Karikaturen. Nach dem Kriegseinsatz 1939 bis 1945 in der Wehrmacht und sowjetischer Kriegsgefangenschaft mit Antifaschule war er 1949/1950 Stahlwerker in Hennigsdorf und studierte von 1950 bis 1953 an der Hochschule für angewandte Kunst in Berlin. Ab 1953 war er Pressezeichner bei der Zeitschrift für Humor u. Satire „Frischer Wind“, aus der 1954 unter seiner Mitwirkung die DDR-Satirezeitschrift Eulenspiegel hervorging Er war 1953 auch mit Entwürfen an der Gestaltung des Staatswappens der DDR beteiligt. Von 1956 bis 1972 lebte und arbeitete er im westlichen Havelland (Kreis Rathenow), u.a. auch als Kunsterzieher und LPG-Bauer. Nach 1967 zog er wieder nach Berlin. Er war als Pressezeichner für verschiedene Zeitungen tätig. Neben zahlreichen Karikaturen vor allem auch zum DDR-Alltag (in der Tradition des Simplicissimus und Thomas Theodor Heines) schuf er Bühnenbilder (u.a. für das Kabarett-Theater Distel), gestaltete Plakate und Programmhefte sowie Wandbilder (z.B. 1964 für Otto Lilienthal im Treppenhaus der Polytechnischen Oberschule Rhinow). Er veranstaltete über 100 eigene Ausstellungen. Behling illustrierte zudem viele Kinderbücher, die heute z.T. Kultstatus erreicht haben wie Alarm im Kasperletheater. Obwohl seit 1985 Rentner schuf Behling nach 1990 weiterhin Karikaturen für den „Eulenspiegel“, engagierte sich gegen Kriegseinsätze und war Gründungsmitglied des Vereins „Helle Panke“ zur Förderung von Politik, Bildung und Kultur e.V. 1985 wurde ihm der Goethepreis der Stadt Berlin verliehen.
A: 1984 „Kleine Galerie am Bodden“ Haus der NVA Dranske (Gästebuch Haus der NVA Dranske; Chronik D. Herz)