Künstler der DDR – L: Lepke, Gerda

MENUMENU

Lepke, Gerda geb. 23.3.1939 Jena
1941-45 wohnhaft in Gera. „Kriegskind“ mit traumatischen Eindrücken. Um diese zu verarbeiten entwickelt sie starke Neigung zum Zeichnen und Schreiben. 1953-57 evangelisches Proseminar in Neinstedt. 1957-60 Ausbildung zur Krankenschwester. 1959 Rückkehr nach Gera. Arbeit als Busschaffnerin. 1960 Umzug nach Dresden, Tätigkeit im Altersheim, sie arbeitet bis an den Rand der Erschöpfung an ihrem künstlerischen Werk. 1963-66 Abendstudium an der Hochschule Bildende Künste Dresden bei Gerhard David und Karl Erich Schäfer. 1966-71 Studium der Malerei und Grafik an der Hochschule Bildende Künste Dresden bei Gerhard Kettner, Jutta Damme und Herbert Kunze. 1968 Studienreise nach Leningrad, Moskau und Kiew. 1969 Hauptstudium bei Jutta Damme. 1971 Diplom für Malerei und Grafik der Dresdner Kunsthochschule. 1971-89 freischaffend in Dresden und Gera tätig. 1973 erste Einzelausstellung. 1974, nach dreijähriger Probezeit Mitglied im VBK.
1979 Grafikpreis Biella/Italien. 1988 Preis der Hundert ausgewählten Grafiken. 1989 Mitbegründerin der Dresdner Sezession. In den 80er Jahren immer wieder Studienreisen nach Leningrad, Moskau, Mittelasien und Georgien. Erste Rügenaufenthalte 1955/56, ab 1973 oft Rügen und Hiddensee Arbeitsaufenthalte.
W: Tromper Wieck (Privatbesitz); Werke bei der Künstlerin oder in Privatbesitz
A: 1973 erste Ausstellung in Privatwohnung von Veronika Herzfeld Dresden; 1981 Präsentation im Graphischen Kabinett Museum Bildende Künste Leipzig; Nationalgalerie Berlin; Galerie Neue Meister Dresden; Kupferstichkabinette Dresden und Berlin; Museum Cottbus, Leipzig, Schwerin erwerben Arbeiten. Zu einer Ausstellung nach Wien bekam sie keine Reiseerlaubnis.
L: Lothar Lang: Malerei und Graphik in der DDR, 1983; Kat. Gerda Lepke, Lindau-Museum Altenburg, Kunstsammlung Gera, 1999; Kat. Kunst in der DDR, Nationalgalerie Berlin, 2003