Künstler der DDR – E: Ebel, Ilse

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Ebel, Ilse geb. 1(2).3.1912 Berlin
1924 kam sie zum ersten Mal auf die Insel, als ihre Eltern in Vitte auf Hiddensee eine Geschäftsfiliale errichteten. 1938 übersiedelten die Eltern von Neuruppin nach Vitte und bauten und eröffneten ein Fotohaus. Sie arbeitete seit 1932 im Geschäft des Vaters in Neuruppin. Am 1.4.1934 begann sie die Ausbildung im Fotografie-Handwerk, sie endete am 31.3.1937. Im Februar 1937 bestand sie die Gesellenprüfung. Es folgten Wanderjahre. Sie arbeitete als Bildberichterstatterin bei Erika Herzberg in Neuruppin. Vom Januar bis Oktober arbeitete sie im Geschäft ihrer Eltern auf Hiddensee. Vom November 1938 bis Juni 1939 war sie in der Lichtbildnerei Warnke in Neuruppin als Volontärin tätig. Von Oktober bis April 1941 war sie im Fotoatelier der Mila Planck in Bielefeld als Mitarbeiterin beschäftigt. In der Sommersaison 1941 war sie wieder auf Hiddensee und von da an bleibend dort tätig. Sie bewarb sich zur Meisterprüfung und im Oktober 1942 wurde ihr von der Handwerkskammer Stralsund das Meisterprüfungszeugnis ausgestellt und ihre Zeit als Fotografenmeisterin von Hiddensee begann. Sie selber arbeite als Fotografin auf Hiddensee seit 1942. Buchvorhaben und Veröffentlichungen kamen nicht zustande, sie hatte Geldschwierigkeiten und das Ebelsche Fotohaus war zeitweise gefährdet, bis sich die Tänzerin Palucca 1965 für sie bei der Akademie der Künste einsetzte.
W: Im Buch von Saskia Thomas viele Abb. von Hiddensee
L: Thomas, Saskia: Na fabelhaft! Über Fotolust und Lebenskunst der Fotografenmeisterin Ilse Ebel, Rostock 2002.