Künstler der DDR – B: Blankenburg, Richard

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Blankenburg, Richard geb. 18.1.1891 Frankfurt/Oder gest. 5 7.1955 Rostock
Nach dem Besuch der Bürgermittelschule erlernte er den Beruf des Porzellanmalers und war mehrere Jahre in der Porzellanmalerei Paetsch in Frankfurt (Oder) tätig. Ab 1914 nahm er Privatunterricht im Aktzeichnen in Berlin, war dann ab 1915 Soldat im Ersten Weltkrieg, malte auch während seiner Militärzeit. Er heiratete 1915 in Rostock, ließ sich 1920 auch hier nieder und arbeitete bei der Reichsbahn, da er als Porzellanmaler keine Arbeit fand. 1942 wurde seine Wohnung bei einem Bombenangriff zerstört. Obdachlos geworden, kam er mit seiner Familie in der Nähe von Teterow unter. Ab dieser Zeit war er freischaffend tätig. Seit den 1930er Jahren war er bei Kunstausstellungen in Rostock und Schwerin vertreten. Blankenburg versuchte alle Techniken der Malerei. Doch blieben seine Bleistift- und Kohlezeichnungen, seine Pastell- und Temperabilder nur Skizzen ebenso wie die Mehrzahl der Aquarelle. Er schuf sie auf Reisen, um später im Atelier eine Gedächtnisstütze zu besitzen. Verkaufen konnte er, obwohl sein Schaffen nicht einseitig war, vor allem seine Rostocker Stadtansichten.
W: Hiddensee, o.J. Öl, 32×42 (Kat. 1957)
L: Kat. Gedächtnisausstellung Richard Blankenburg, Museum der Stadt Rostock, 1957; Blankenburg, Richard. In: Hans Vollmer: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Bd 5. Leipzig 1961, S.312; Blankenburg, Richard. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker(AKL). Band 11, Saur, München u.a. 1995