Künstler der DDR auf Rügen und Hiddensee: Bohley, Bärbel

Bohley, Bärbel geb. 24.5.1945 Berlin gest. 11..9.2010 Strasburg

Nach dem Abitur 1963 absolvierte sie eine Ausbildung als Industriekauffrau und arbeitete anschließend als Lehrausbilderin. Ab 1969 studierte sie an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, wo sie 1974 einen Diplomabschluss als Malerin erhielt. 1970 heiratete sie den Maler Dietrich Bohley und gebar im selben Jahr einen Sohn. Ab 1974 betätigte sich Bärbel Bohley als freischaffende Künstlerin; ihr Vorbilder waren nach eigenen Angaben Francisco de Goya und Käthe Kollwitz. Wegen ihres politischen Engagements in der Bürgerbewegung und wurde aus dem Bezirksverband bildender Künstler ausgeschlossen.

Habe öfter Mal-Praktikum auf Rügen gehabt und erinnere mich, dass Aalfänger ihren Fang gleich auf See übergaben haben an ein westliches Schiff. Den Geruch von frisch geräuchertem Aal werde ich nicht vergessen, denn jeden Tag saß die alte Mutter unseres Quartiermeisters in der Küche und hat Aal gegessen. Ich hatte aber ein Geld, um mir einen zukaufen. Im Nachlass existieren Rügenbilder (Mönchgut, Kreidefelsen).

Buchvorstellung am 2. März 2018

Putbus, 15. Februar 2018

Der Verband INSULA RUGIA e.V. lädt am 02.März 2018 um 17.00 Uhr zur Buchvorstellung in die Orangerie in Putbus ein. Vorgestellt wird das Buch von Katrin Eigenfeld „Die Malerinseln Rügen, Vilm, Hiddensee von Friedrich bis Feininger“.

Wertvoller Ökowald oder Kahlschlag

Putbus, 14. Februar 2018

Am 13.Februar 2018 erschien in der Ostseezeitung – Ausgabe Rügen und Stralsund – ein Beitrag zur Umgestaltung des Waldes in Mönkvitz bei Dreschvitz. Dieser Beitrag muss bei allen Freunden des rügener Waldes Unverständnis und Kritik auslösen.

Der Vorsitzende des Verbandes INSULA RUGIA e.V., Herr Prof. Dr. Hans D. Knapp hat als Antwort auf diesen Artikel der OZ den folgenden Leserbrief den regionalen Medien zugeleitet:

Wertvoller Ökowald oder Kahlschlag? (OZ vom 13. Februar 2018, S. 13). Es ist nicht zu fassen. Da wird ein märchenhaft schöner Wald aus alten Buchen und Eichen zu Holz gemacht, ein paar Bäume werden stehen gelassen, damit der Schein dcer rechtmäßigkeit gewahrt bleibt. Faktisch kommt es jedoch einem Kahlschlag gleich. Der alte Wald verwüstet, der Boden von schweren Maschinen zerwühlt und für Jahrzehnte geschädigt. Aber Forstamt und Naturschutzbehörde sprechen „von einem im Entstehen befindlichen ökologisch wertvollen Mittelwald“. 3000 Bäume sind nachgepflanzt worden, „vor allem Saalweiden, Schwarzpappeln und Flatterulmen, die machen die Zukunft des Waldes aus.“ Und natürlich ist der Horstbaum des Mäusebussards „in enger Kooperation mit der Unteren Naturschutzbehörde“ „beachtet“ worden.Und der Gipfel: Die Waldverwüstung und nachfolgende Anlage einer Kurzumtriebslantage, die als historischer („schon im Mittelalter ein bekanntes Forstsystem“), seltener („nur noch 1 Prozent der Waldfläche in Deutschland“), modellhafter („ein in Mecklenburg-Vorpommern einmaliges Vorhaben“) Mittelwald verbrämt wird, erhält Ökopunkte gutgeschrieben und wird als Ausgleichsmaßnahme für künftige Eingriffe deklariert. Das ist an Scheinhei-ligkeit nicht zu üb erbieten und erinnert an mittelalterlichen Ablasshandel, der vor 500 Jahren zum entscheidenden Anstoß und Auslöser der Reformation wurde. Die derzeitige Praxis des Umgangs mit Wald ist schlicht ein Skandal. Wohin man schaut, es wird brutal geholzt. Hier wird die Waldverwüstung als Schaffung eines „wertvollen Ökowaldes“ verbrämt und mit Ökopunkten honoriert, im Nationalpark und im Bergener Raddas als notwendige Verkehrssicherung rechtlich begründet und in Naturschutzgebieten als Pflegemaßnahme zur notwendigen Waldverjüngung fortsfachlich gerechtfertigt. Und alles zusammen wird uns als „nachhaltig“ und „ökologisch wertvoll“ verkauft. Es ist unglaub-lich, mit welcher Dreistigkeit und Unverfrorenheit versucht wird, die Öffentlichkeit für dumm zu verkaufen. Der hier praktizierte Umgang mit Wald hat weder etwas mit Naturschutz noch mit nachhaltiger Waldwirtschaft zu tun. Eine Reformation des Forstwesens erscheint dringend geboten. Zivilgesellschaftlicher Protest kann und sollte den Anstoß dazu geben.
Prof. Dr. Hans D. Knapp, Vorsitzender von INSULA RUGIA e.V..“

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Buchpremiere

Buchpremiere – INSULA RUGIA e.V. lädt ein
Donnerstag, 16. November 2017, 17.00 Uhr, Orangerie Putbus

Zur Vorstellung eines neuen Fotobuches von Volkmar Herre mit Texten von Dr. Peter Meißner über die Landschaft Rügens lädt der Verband INSULA RUGIA e.V. am Donnerstag, den 16. November 2017 um 17.00 Uhr in die Orangerie Putbus ein. Alle Rüganer sowie Gäste der Insel sind herzlich willkommen.

Wenngleich Volkmar Herre sich seit 20 Jahren mit der Camera obscura auch international einen Namen gemacht hat, greift er hier auf eine kleine Auswahl früherer Panorama-Fotografien der 70er und 80er Jahre zurück und interpretiert sie in einer Art Album. Der besondere Reiz liegt darin, wie er den Naturreichtum Rügens schon damals in eindringliche Bildschöpfungen umgesetzt hat und wie diese heute im Kontext der Kommentare zur Landschaft von Dr. Peter Meißner stehen. In einer Vorrede verbindet Walter G. Goes beide Positionen.

Zu Bildprojektionen liest Prof. Dr. Hans Dieter Knapp die Texte.